Artgerechte Tierhaltung: Kleintiere

Ratten

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Infoblatt Käfige

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Ratten als Haustiere

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VWFD – Verein der Wellensittich-Freunde Deutschland e.V.

Informationen zur artgerechten Haltung und Ernährung von
Wellensittichen finden Sie auf der Ratgeber-Homepage des VWFD:
http://www.vwfd.de/

Auch im Pressebereich der Internet Seite finden sich interessante Artikel zum
Thema Wellensittich.

In Deutschland leben heute in mehreren Millionen Haushalten
Wellensittiche. Darunter befinden sich trotz mittlerweile guter
Informationsmöglichkeiten leider immer noch sehr viele Vögel in nicht
artgerechter Unterbringung. So hält sich das Vorurteil noch
hartnäckig, dass nur einzeln gehaltene Vögel zahm werden. Auch werden
noch viele Vögel in zu kleinen Käfigen und mit zu wenig Freiflug oder
falscher Käfigeinrichtung gehalten.

Der VWFD e. V. als Wellensittichschutzverein wünscht sich für die
gefiederten Mitbewohner: keine Einzelhaltung, täglichen Freiflug,
gesunde Ernährung und die richtige Käfigausstattung. Durch diese und
andere Maßnahmen können haltungsbedingte Erkrankungen verhindert
werden. Ein weiteres Ziel ist, durch umfassende Informationen
Vogelbesitzer für die Bedürfnisse ihrer Tiere zu sensibilisieren z. B.
auf der Homepage http://www.vwfd.de/2/2.php. Und artgerechte
Haltung bedeutet für den Schwarmvogel Wellensittich die Gesellschaft
von mindestens einem Artgenossen http://www.vwfd.de/1/12/12.php. Für
regen Austausch und die Beantwortung individueller Fragen gibt es
das Forum. http://www.vwfd-forum.de/

 

Kaninchen – ja oder nein?

Gerade kleine Kaninchen sprechen durch ihr putziges Aussehen besonders Kinder an und man wird dadurch oft verleitet, Kaninchen als ideales Haustier für Kinder zu sehen. Aber von der Vorstellung vom Schmusekaninchen, das nichts lieber hat, als herumgetragen zu werden und den ganzen Tag nur spielen will, wurde schon so mancher neue Kaninchenbesitzer geheilt. Kaninchen sind tolle Tiere, aber man muss sie akzeptieren, wie sie sind, und sie sind keineswegs als „Kinderspielzeug“ geeignet.

Bevor die neuen tierischen Mitbewohner einziehen, sollte man sich ausgiebig informieren und auch mit der ganzen Familie klären, ob Kaninchen die geeigneten Haustiere sind.

Kaninchen können bis zu zwölf Jahre alt werden. Die Anschaffung und Haltung ist mit laufenden Kosten verbunden. Die Tiere brauchen ein Gehege einschl. Einrichtung, Futter, Impfungen und wenn sie mal krank werden, einen Tierarzt. Fütterung und Pflege nehmen Zeit in Anspruch.

Kaninchen sind sehr gesellige Tiere mit ausgeprägtem Sozialverhalten. Sie müssen daher mindestens zu zweit oder in einer Gruppe gehalten werden.

Die Zahl an heimatlosen Kaninchen ist erschreckend hoch. Tausende Kaninchen, egal ob jung oder alt, gesund oder von falscher Haltung gezeichnet, warten in Tierheimen und bei Kaninchenorganisationen auf ein neues Zuhause und eine zweite Chance. Daher sollten Sie z. B. Zoohandlungen nicht durch Ihren Kauf unterstützen. Zumal die Tiere in Zoohandlungen oft krank sind und durch die viel zu frühe Trennung vom Muttertier ein schwaches Immunsystem haben. Außerdem kommt es durch die meist fehlende Sachkenntnis der Verkäufer leider oft zu falschen Geschlechtsbestimmungen, so dass schon manch neuer Kaninchenbesitzer plötzlich von tierischem Nachwuchs überrascht wurde, der dann ungewollt in den Tierheimen landet.

In vielen Tierheimen gibt es bereits Kaninchenpärchen, die sich vertragen. Sollten Sie für Ihr bereits vorhandenes Kaninchen einen Partner suchen, kann man Ihnen im Tierheim genau sagen, welches Tierheim-Tier charakterlich zu Ihrem passt.

Keinesfalls darf man ein Kaninchen mit einem Meerschweinchen zusammen halten. Die gemeinsame Gruppenhaltung ist unter bestimmten Voraussetzungen jedoch möglich. Die Kombination von einem Kaninchen mit einem Meerschweinchen wird fälschlicherweise häufig empfohlen, stellt aber keine artgerechte Haltung dar. Kaninchen und Meerschweinchen haben verschiedene Sprachen und ein unterschiedliches Sozialverhalten. Sie leben zwar in einer Art Koexistenz, ersetzen aber dem jeweils anderen Tier nicht den Artgenossen. So bleibt auch diese Haltung Einzelhaltung und ist daher nicht artgerecht. Bitte rufen sie sich einfach in Erinnerung, dass Sie auch nicht Ihr ganzes Leben nur mit einem Affen verbringen wollen ohne jemals einen Menschen zu Gesicht zu bekommen.

Interessant ist hier ein Blick ins Nachbarland Österreich. In Österreich ist die Haltung von Kaninchen mit Meerschweinchen seit 1. Januar 2006 verboten und wird mit Strafen geahndet. Ausnahmen bewilligt der Staat nur, wenn für beide Tiere genug Ausweichmöglichkeiten gegeben sind, das Gehege gut strukturiert und sehr groß ist und von beiden Arten mindestens zwei Tiere gehalten werden. Meerschweinchen brauchen viele Häuschen mit so kleinen Eingängen, das die Kaninchen nicht folgen können, die Schweinchen aber nicht stecken bleiben. Damit sich auch die Kaninchen vor den Schweinchen zurückziehen können, müssen viele erhöhte Sitzplätze, am besten ganze Etagen, vorhanden sein. Ein gut strukturiertes Gehege kann beiden Arten gerecht werden.

Für zwei Zwergkaninchen benötigen Sie ein Gehege von 4 m² unverstellter Grundfläche (2 m² pro Tier), egal ob Innen- oder Außenhaltung. Allerdings können Kaninchen nie genug Platz zur Verfügung haben – neben freien Flächen zum Hoppeln, Haken schlagen und Buddeln sind erhöhte Sitzplätze sowie Versteckmöglichkeiten notwendig. Also je mehr Platz umso besser.

Auch in Innenhaltung gibt es die Möglichkeit durch Zimmergehege oder freie Wohnungshaltung (ähnlich der Haltung einer Katze), den Tieren den Platz zu geben, den sie zum Wohlfühlen brauchen. Die handelsüblichen Käfige genügen in keinster Weise den artgerechten Bedürfnissen von Kaninchen und führen in den meisten Fällen zu Verhaltensstörungen der Tiere.

Zur artgerechten Ernährung von Kaninchen und Meerschweinchen: Das wichtigste Grundnahrungsmittel, das immer und ständig zur Verfügung stehen muss ist Heu. Heu macht ca. 80 % der täglichen Ernährung aus, zusätzlich gibt man Frischfutter wie Gemüse und Obst, wobei Gemüse den größeren Anteil stellen soll.

Unsere Kleintiere können übrigens viel mehr Gemüsesorten fressen als nur Karotten und Salat und sollten abwechslungsreich ernährt werden. Neben den o. g. Karotten und Salat können Sie Ihren Lieblingen folgende Gemüsesorten anbieten: Brokkoli, Chicoree, Chinakohl, Fenchel, Salatgurke, rote Tomate (ohne Tomatengrün!), Kohlrabiblätter, Mairüben, Steckrübe, Knollensellerie, Rote Beete, Topinambur, Petersilienwurzel, Pastinaken). Als Obst (immer in kleinen Mengen) empfiehlt sich Apfel, Banane (ohne Schale), Birne, Heidelbeeren, Kiwi, Weintrauben. Zusätzlich stehen folgende Kräuter (frisch oder getrocknet) gerne auf dem Speiseplan dieser Tiere: Basilikum, Dill, Gänseblümchen, Löwenzahn, Melisse, Petersilie, Pfefferminze, Salbei, Sonnenblumen, Spitzwegerich, Vogelmiere. Für den Zahnabrieb sind neben dem wichtigen Heu auch Zweige eine gern gesehen Abwechslung: Ahorn, Apfel, Birke, Buche, Esche, Fichte, Haselnuss, Linde, Tanne.

Keinesfalls sollten die Tiere Trockenfutter aus dem Handel bekommen. Dieses enthält – neben den für Kaninchen und Meerschweinchen ungesunden Zutaten wie Zucker, Honig, Milcherzeugnisse, tierischem Eiweiß – fast immer als Hauptbestandteil Getreide und Getreide enthält Stärke, die im Darm in Zucker/Hefen umgewandelt wird. Diese sorgt für Fehlgärungen und Blähungen. Außerdem verursachen diese Bestandteile des Futters Übergewicht und führen zu satten, bewegungsunlustigen Tieren. Das wichtige Heu wird dadurch oft verschmäht und der Zahnabrieb ist nicht mehr gewährleistet. Der pH-Wert des Darms sinkt durch zu stärkehaltige Fütterung ab, was negativen Bakterien einen idealen Nährboden bietet.

Das Magen-Darm-System der Kaninchen und auch der Meerschweinchen ist auf diese Ernährung nicht ausgelegt und kann sie daher nicht aufschlüsseln, auch der Kauapparat ist nicht auf ständigen Verzehr von Futter dieser Beschaffenheit ausgerichtet. Das gleiche gilt für Lecksteine, Snacks, Knabberstangen und Leckerlis aller Art, die man – oft bunt poppig aufgemacht – im Handel erwerben kann.

Diese Art der Fütterung mag lange gut gehen, aber das klappt nicht ewig. Irgendwann (bei manchen im jungen Alter, bei manchen erst später) kommt es zu schweren Verdauungs- und/oder Zahnproblemen. Eine Futterumstellung darf aber nie abrupt erfolgen sondern sollte über einen Zeitraum von 3 – 4 Wochen durchgeführt werden, d. h. man gibt täglich immer etwas weniger von dem Trockenfutter bis das Tier schließlich gänzlich „entwöhnt“ ist.

In freier Natur fressen Kaninchen, Gräser, Kräuter und Blätter von Gemüsepflanzen. Nicht zum Nahrungsspektrum von Kaninchen gehören Körner von Getreide, da diese nur für eine kurze Periode verfügbar sind und dann in einer Höhe von ca. 1 Meter für die Kaninchen ohnehin gar nicht erreichbar sind.

Ausführliche Informationen über artgerechte Kaninchen- oder Meerschweinchenhaltung (Haltung, Ernährung, Sozialverhalten, Gesundheit) finden Sie in den Infobroschüren der Kaninchenhilfe Deutschland e. V.: „Kaninchenhaltung mit Herz und Verstand“ bzw. „Meerschweinchenhaltung mit Herz und Verstand“. Für den Bau von Außengehegen oder für Beispiele zur artgerechten Innenhaltung empfiehlt sich das Sonderheft „Exklusive Wohnimmobilien für verwöhnte Langohren in Innen- und Außenhaltung“. Alle Broschüren sind zu beziehen unter www.kaninchenhilfe.com

Kontakt

Tierschutzverein Schorndorf
und Umgebung e. V.
Hegnauhofweg 105
73614 Schorndorf

(07181) 68573
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